Reaktivabdichtung jetzt offiziell in der DIN 18533 geregelt

Neue DIN 18533: FPD-Abdichtungen sind normativ verankert

Lange hat die Branche darauf gewartet – jetzt ist es offiziell: Mit der Neuauflage der DIN 18533 (Stand Juni 2026) wurden flexible polymermodifizierte Dickbeschichtungen (FPD) erstmals als eigenständige Abdichtungsbauart in die Norm aufgenommen. Damit erhält die Reaktivabdichtung endlich den normativen Stellenwert, den sie sich in der Praxis seit Jahren erarbeitet hat.

Für Planer, Bauunternehmen und Fachhandwerker bedeutet das vor allem eines: mehr Planungssicherheit und eine klare rechtliche Grundlage für den Einsatz moderner Reaktivabdichtungen bei der Bauwerksabdichtung.

Das ändert sich mit der neuen DIN 18533


Die überarbeitete DIN 18533 erweitert die Teile 1 und 3 um die Produktgruppe der FPD-Abdichtungen. Neben Bitumendickbeschichtungen und bahnenförmigen Abdichtungen sind damit nun auch Reaktivabdichtungen vollständig in der Norm geregelt.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • FPD-Abdichtungen sind nun zur Abdichtung von Flächen, die den Wasserbeanspruchungsklassen W1-E bis W4-E zugeordnet werden, zulässig.
  • Zweikomponentige FPD dürfen künftig ohne Sondervereinbarung auch bei drückendem Wasser eingesetzt werden.
  • Einkomponentige FPD sind normativ für Bodenfeuchte und nicht drückendes Wasser vorgesehen.
  • Bei Druckwasser ist analog zu Bitumen-Dickbeschichtungen der Einbau einer Verstärkungseinlage verpflichtend.
  • Die bisherigen Riss- und Rissüberbrückungsklassen wurden zusammengeführt.

Mehr Sicherheit für Planung und Ausschreibung


Mit der Aufnahme der FPD in die DIN 18533 entfällt beim Einsatz dieser Abdichtungsbauart die bisher notwendige Hinweispflicht auf eine nicht normgeregelte Abdichtung. Das schafft insbesondere für Planende, Bauträger und ausschreibende Stellen deutlich mehr Rechtssicherheit.

Gleichzeitig bestätigt die Norm das, was sich auf zahlreichen Baustellen bereits bewährt hat: Moderne Reaktivabdichtungen sind eine leistungsfähige und wirtschaftliche Lösung für die Abdichtung erdberührter Bauteile.

Vorteile von Reaktivabdichtungen in der Praxis


Neben der normativen Anerkennung überzeugen Reaktivabdichtungen vor allem durch ihre Verarbeitungseigenschaften – insbesondere im Neubau und in der Sanierung.

Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:

  • schnelle Durchtrocknung und frühe Belastbarkeit,
  • einfache und effiziente Verarbeitung,
  • überstreich- und überputzbare Oberfläche ohne Materialwechsel im Sockelbereich,
  • hohe Haftung auf unterschiedlichen Untergründen,
  • flexible Detailausbildung an Anschlüssen und Durchdringungen.

Gerade bei Sanierungsmaßnahmen, bei denen Zeit, Wetter und unterschiedliche Untergründe eine wichtige Rolle spielen, bieten Reaktivabdichtungen deutliche Vorteile gegenüber klassischen Abdichtungssystemen.

Systemlösungen für anspruchsvolle Anschlussdetails


Besonders bei bodentiefen Fenstern und Türanschlüssen kommt es auf dauerhaft sichere Detailausbildungen an. Hier bieten Botament RD2 und Botament RD 2morrow in Kombination mit dem Botament Portaldichtband sowie dem Botament Systemdichtband eine praxisgerechte und sichere Lösung für anspruchsvolle Anschlussdetails. Zudem steht für den sicheren Anschluss der Bauwerksabdichtung an den seitlichen Fensterrahmen unser zweiteiliger Botament Abdichtungflansch zur Verfügung.

Fazit


Die Aufnahme der FPD-Abdichtungen in die DIN 18533 ist ein wichtiger Meilenstein für die gesamte Abdichtungsbranche. Sie schafft klare Regelungen, erhöht die Planungssicherheit und bestätigt den Stellenwert moderner Reaktivabdichtungen im Bereich der Bauwerksabdichtung.

Für Fachhandwerker, Planer und Bauträger bedeutet die neue Norm vor allem eines: Die Vorteile der Reaktivabdichtung lassen sich künftig nicht nur technisch, sondern auch normativ auf einer sicheren Grundlage nutzen.

Weitere Informationen zu unseren Reaktivabdichtungen findest du unter www.reaktivabdichtung.de