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07. September 2016

Terrassenanbau mit Widrigkeiten

 

Um ein Siedlungshaus aus den 1930er-Jahren mit bezahlbarem Aufwand in ein modernes Domizil zu verwandeln, braucht man entweder viel Mut oder Sachverstand. Als Fliesenlegermeister und Sachverständiger ist Klaus Bierbrodt in Sachen Modernisierung berufsbedingt ein alter Hase. Entsprechend zielstrebig ging er deshalb die Komplettsanierung des Hauses seines Neffen in Essen an. Teil der Sanierung war die vorhandene Terrasse. Sie sollte nicht nur einen neuen Belag erhalten, sondern auch flächenmäßig fast verdoppelt werden. Klaus Bierbrodt vertraute hierbei den Produkten der Botament Systembaustoffe GmbH & Co. KG und entschied sich deshalb für den Einsatz der neuen einkomponentigen Reaktivabdichtung RD 1 Universal.

 

Das in die Jahre gekommene, einseitig angebaute Siedlungshaus im Essener Norden, Stadtteil Altenessen, entsprach schon lange nicht mehr den Anforderungen seiner heutigen Bewohner. Neben einer großzügigeren Raumaufteilung, einem zeitgemäßen Bad und großformatigen Fenstern stand vor allem auch die energetische Ertüchtigung des zweigeschossigen Hauses auf der Agenda. So beinhaltete das Modernisierungsprogramm unter anderem die Fassadendämmung mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS), auf das ein heller, freundlicher Oberflächenputz aufgebracht wurde. Außerdem sollte die vorhandene schmale, hausbreite Terrasse deutlich vergrößert werden, um dadurch das Wohnzimmer optisch zu verlängern. Durch eine Verdoppelung der Fläche wurde aus dem bisher nur rund 14 Quadratmeter großen Streifen eine weitläufige, fast quadratische Terrasse, die im Sommer viel Platz zum Essen in gemütlicher Runde und Sonnen bietet. Der neue Belag aus großformatigen Fliesen greift den warmen Sandton der Fassade auf. Die Herausforderung bei der Umsetzung bestand darin, gemauerte Flächen und Stahlbetonelemente so miteinander zu kombinieren, dass mögliche Setzungen keinen Schaden anrichten. Um den neuen Belag durchgehend auf die gesamte Fläche aufzubringen, wurden die Bestandsfläche und der neue Teil deshalb zwar getrennt angelegt, aber im Bereich des Übergangs durch eine Bewegungsfuge verbunden.

 

 

Abdichtung ohne Grundierung und Anmischen

 

Für die Erweiterung der hinter dem Haus liegenden Terrasse musste ein Teil des Rasens weichen. Nachdem die Fundamente für die neue Fläche gesetzt und hoch gemauert waren, wurde die Platte auf das geforderte Niveau betoniert. Zu ihrer Abdichtung kam die multifunktionale Reaktivabdichtung Botament RD 1 Universal zum Einsatz. Für sie sprach neben der sofortigen Verwendbarkeit ohne Anmischen auch ihr schnelles Abbinden, das einen zügigen Baufortschritt ermöglichte. Nach einfachem Vornässen des Untergrunds wurde sie ohne zusätzliche Grundierung als Kratzspachtelung für die Untergrund-Verkrallung aufgetragen. Für den Bauherrn Kai Bierbrodt ein klares Plus im Vergleich mit anderen Systemen, die immer eine Grundierung und damit mehr Zeit und Aufwand benötigen. Nur durch den Einsatz von Wasser war der Untergrund bereit für den Auftrag der RD 1-Kratzspachtelung. Sie beugt eventueller Blasenbildung und damit dem Risiko von eindringender Feuchtigkeit vor. Auf den so vorbereiteten Untergrund wurde RD 1 Universal zweilagig zur Abdichtung aufgespachtelt. Dabei erleichterte die geschmeidige Konsistenz des Produkts die Verarbeitung. Bei der Süd-West-Lage der Terrasse erwies sich zudem als positiv, dass RD 1 auch bei leichtem Sonnenschein problemlos verarbeitet werden kann. Denn trotz der schnellen Durchtrocknung war eine eventuelle Hautbildung kein Problem, so dass das Material sogar in der Sonne sukzessive aufgetragen werden konnte. Die hohe Ergiebigkeit beim Auftrag der 2,0 Millimeter dicken Schicht machte den Einsatz der innovativen Abdichtung auf der großen Fläche ausgesprochen wirtschaftlich. Auch bei dem Anschluss an die WDVS-Fassade punktete sie eindrucksvoll, da sie anders als Bitumen kalt verarbeitet und ohne Anmischen unmittelbar aufgebracht wird. Bei den Anschluss- und Inneneckenbereichen wurde in das per Quast aufgetragene RD 1 ein Dichtband eingelegt, um eine durchgehende Abdichtungsebene zu erzielen. Anschließend wurde die zweite Lage RD 1 aufgetragen und das Dichtband in die Abdichtungsebene eingearbeitet. So kann auch bei möglichen Bauteilbewegungen keine Feuchtigkeit von oben in die Übergangsfuge eintreten.

 

 

Positive Überraschungen für gestandene Profis

 

Die Ergiebigkeit des Materials zeigte sich eindrucksvoll an der Restmenge im Eimer. Dank der universell einsetzbaren Einkomponenten-Rezeptur konnte der angebrochene Eimer wieder geschlossen und auf der nächsten Baustelle weiterverwendet werden. Eine Möglichkeit, die Fliesenlegermeister Klaus Bierbrodt sehr begrüßte, denn so kann er überall ohne langes Suchen nach dem richtigen Produkt und ohne Anmischen sofort weiterarbeiten. Allerdings wunderte er sich zunächst über die grüne Farbe der Abdichtung. Der damit verbundene Vorteil der optischen Durchtrocknungskontrolle überzeugte ihn aber sofort: Er konnte dem Trocknen buchstäblich zusehen, denn je stärker die Abdichtung trocknete, desto dunkler wurde der Grünton. Nicht minder staunte er über das Tempo ihrer Abbindung. Bereits nach sechs Stunden war sie regenfest. Nach nur 24 Stunden Trocknungszeit konnte er schon am nächsten Morgen den Monokornmörtel auf die RD 1 Universal-Abdichtung mit Trennfolie aufbringen. Um den erforderlichen Niveauausgleich zu gewährleisten, variierte er bei dessen Schichtdicke mit Auftragsstärken zwischen sechs und acht Zentimetern. Frisch in frisch mit einer Haftbrücke auf der Rückseite der zu verlegenden Fliesen und einem Dünnbettmörtel von Botament verlegte er anschließend die großformatigen Feinsteinzeugfliesen mit rückseitiger Kontaktschicht.

 

 

Prüfung souverän bestanden

 

Insgesamt erstreckte sich die Terrassenerweiterung über drei Monate. Nachdem Ende Juli die Betonplatte gegossen worden war, erfolgte im September binnen eines Tages die komplette Abdichtung. Drei Tage nach der Fliesenverlegung und dem Verfugen mit dem Multifunktionsfugenmörtel Botament Multifuge Base konnte die Terrasse erstmals benutzt werden. Allerdings setzte ausgerechnet dann schlechtes Wetter ein, so dass auf Wunsch des Bauherrn die Verfugung der Bewegungsfugen auf das nächste Frühjahr verschoben wurde. Für die Abdichtung war dies direkt ein Härtetest, da durch die offenen Fugen mehr Feuchtigkeit als üblich in den Unterbau gelangte. RD 1 Universal meisterte auch dies souverän, da das Material nicht nur UV-, sondern auch frostbeständig ist. Im Frühjahr bewährte sich das Produkt dann erneut auch für die rasenseitige Abdichtung des Sockels, da es problemlos auf andere mineralische Stoffe aufgetragen werden kann. Anders als bei einer Bitumenabdichtung kann der Hausherr deshalb bei Bedarf auch noch zu einem späteren Zeitpunkt den Sockel seitlich mit Klinkern bekleben. Entsprechend positiv fällt sein Fazit zu der innovativen Reaktivabdichtung aus: „Schnelligkeit, Sicherheit und Flexibilität von RD 1 Universal sind absolut überzeugend!“