Einführung

Arten von Fliesen und Naturstein


Fliesen

Das Wort “Fliese” wird für alle keramischen Bekleidungen und Beläge verwendet, die sich unter anderem in Wohnräumen, Bädern und Aussenbelägen wiederfinden. Neben den verschiedenen Farben und Formen unterscheiden sie sich im Wesentlichen durch die Wasseraufnahme, dem Brennverfahren und der Art der Herstellung.

 

Steingutfliesen haben einen weißen, gelblichen oder rötlichen Scherben und sind für den Anwender leicht zu bearbeiten.  Meist werden Sie „trockengepresst“ und bei Temperaturen um die 1000° C gebrannt. Der poröse Scherben hat eine hohe Wasseraufnahmefähigkeit, was einen Einsatz im Aussenbereich ausschließt. Der Hauptanwendungsbereich liegt daher im klassischen Wandbereich wie z.B. in Bädern und Küchen.

Steinzeugfliesen werden gerne dort eingesetzt, wo hohe Beanspruchungen erwartet werden. Das Material wird bei Temperaturen um die 1200 °C gebrannt und weist daher einen dichteren Scherben auf. Im Gegensatz zu Steingutfliesen können diese im Bodenbereich eingesetzt. Der Einsatz erstreckt sich vom normalen häuslichen Gebrauch bis hin zum Einsatz im industriellen Bereich.

 

Feinsteinzeugfliesen sind bis zur Sintergrenze bei ungefähr 1300 °C gebrannt.  Aufgrund des dichten Scherbens und der geringen Wasseraufnahme gelten sie als frostsicher und sind u.a. für den Einsatz im Aussenbereich geeignet. Waren Sie in der Vergangenheit sowohl in polierter als auch in unpolierter Form meist im Bodenbereich zu finden, werden sie heute auch gerne als großformatige Platten wie z.B. 0,60 x 1,20 m im Wandbereich eingesetzt.

 

Glasmosaik u. -fliesen werden heutzutage industriell hergestellt und auf Netz oder Papier vorgefertigt geliefert. Das transparente Material vermittelt einen edlen Eindruck. Glas ist pflegeleichtes Material und hoch säurebeständig. Aufgrund der vielen Farbvarianten und unterschiedlichen Formen wird es gern als gestalterisches Element eingesetzt.

 

Naturstein

Ein Naturstein hat eine lange Entstehungsgeschichte. Im Gegensatz zu den industriell gefertigten Platten dauert die Entstehung eines Natursteins mehrere Millionen Jahren.  Als reines Naturprodukt besticht er durch seine Einzigartigkeit und Schönheit. Darüber hinaus sind Natursteine vielfältig in ihrer Farbgebung, robust und widerstandsfähig.

Unterschieden und klassifiziert werden Natursteine nach der Art Ihrer Entstehung.

Nachfolgend eine Übersicht der Natursteine, denen man am häufigsten begegnet.

 

Erstarrungsgesteine

sind entstanden durch das langsame Abkühlen von Magmamassen unter der Erdkruste.  Aufgrund des hohen Drucks habe diese Natursteine ein besonders dichtes Gefüge. Zu den Erstarrungssteinen gehören z.B. Granit, Syenit, Porphyr und Basalt.

 

Granit

Granit gehört zu den bekanntesten Tiefengesteinen. Es besteht aus Quarz, Feldspat und Glimmer in unterschiedlichen Mengenanteilen. Das Gestein ist sehr hart, verwitterungsbeständig und daher sehr beanspruchbar. Das Farbspektrum umfasst weiß, hellgrau bis dunkelgrau. Der Stein eignet sich aufgrund seiner Widerstandsfähig u. a. für Pflastersteine, Fensterbänke, Treppenstufen und repräsentative Flächen mit starker Frequentierung. Die Verlegung ist in der Regel unproblematisch

 

Basalt

Basalt ist ein vulkanisches Ergusstein, welches besonders dicht, kompakt und feinkörnig ist. Die Farbgebung  reicht von schwarz bis hin zu einem bläulichen oder violetten Einschlag.

Der Basalt findet oft seine Anwendung bei Treppen, Hauseingangspodesten, Verkleidungen im Innenbereich, z.B. Fensterbänke oder auch im Garten- und Landschaftsbau. Die Verlegung ist in der Regel unproblematisch.

 

Ablagerungsgesteine (Sedimentgesteine)

Bei den Ablagerungsgesteinen handelt es sich um Gesteinsarten, die bei der Entstehung der Erde nach „Verwitterung“ und „Transport“ abgelagert und anschließend unter hohem Druck verfestigt worden sind. Zu den bekanntesten Ablagerungsgesteinen gehören unter anderem Sandsteine, diverse Schieferarten, Kalksteine und Dolomitkalk.

 

Sandsteine

Der Sandstein ist weit verbreitet und besteht fast ausschließlich aus Quarz. Die Härte ist abhängig von dem Grad der Verfestigung. Das Farbspektrum reicht von weiß, grau und beige bis hin zu rot und grün. Sandsteine sind vielseitig verwendbar und finden u.a. häufig Ihren Einsatz im Garten- und Landschaftsbau z.B. für Einfassungen und als Mauersteine. Zu beachten ist, dass viele Sandsteine nur eine geringe Tausalzbeständigkeit haben und durch die Einflüsse aus Natur und Umwelt stark strapaziert werden. Seine Anfälligkeit gegen Umwelteinflüssen lässt sich gut an alten Kirchenfassaden beobachten.

 

Umwandlungsgesteine (Metamorphe Gesteine)

 

Marmor

Das wohl bekannteste Umwandlungsgestein  ist der Marmor. Es ist ein schlichtes, schönes und sehr vielfältiges Gestein. Es entsteht durch die kristalline Umwandlung von Kalkstein.

Marmor lässt sich leicht bearbeiten und polieren. Das Farbspektrum umfasst von schneeweiß bis fast schwarz alle möglichen Farbtöne. Bei der Verlegung ist darauf zu achten, das helle und schnelle Verlege- und Fugenmörtel eingesetzt werden, um mögliche Verfärbungen zu vermeiden.

 

Schiefer

Bei Schiefer  bzw. Glimmerschiefer handelt es sich um Metamorphe Gesteine, die Ihren Ursprung im Tonschiefer haben.  Die Farbvielfalt reicht von schwarz bis grausilbrig, teilweise mit grünlichen und bläulichen Farbnuancen.

Da Schiefer ein sehr dichtes Material ist und keine Kapillarität aufweist, zudem hydrophobe Stoffe (Öle) enthält, sollte bei der Verlegung unter anderem auch immer eine Haftbrücke zum Einsatz kommen.

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